Germany, Bremen

Juristische Fachterminologie - Einführung in das deutsche Recht

when 3 July 2016 - 25 August 2016
language German
duration 8 weeks
credits 6 ECTS
fee EUR 800

The course covers various law topics and is offered twice a year (in July and in August)
- Constitutional law
- Criminal law
- Administrative law
- Civil law (civil law, principles of corporate law, commercial law, bankruptcy law, competition law, business law and more)
- Employment law (individual employment law, collective employment law, OSH law_
- Includes an excursion and tour around the Beck & Co. brewery

Der Kurs umfasst unterschiedliche Rechtsgebiete und wird 2x angeboten (iim Juli und im August)
- Verfassungsrecht
- Strafrecht
- Verwaltungsrecht
- Zivilrecht (Bürgerliches Recht, Grundzüge des Handels- und Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Wettbewerbsrecht, Wirtschaftsprivatrecht u.a.)
- Arbeitsrecht (Individuelles Arbeitsrecht, Kollektives Arbeitsrecht, Arbeitsschutzrecht)
- Inklusive einer Exkursion und Besichtigung der Brauerei Beck & Co.

Europarecht wird bewusst nicht angeboten, weil es ohnehin in aller Regel nicht in deutscher Sprache praktiziert wird.
Insgesamt umfasst der Kurs 100 Veranstaltungsstunden. Die Aufteilung auf die einzelnen Rechtsgebiete erfolgt nach den Schwerpunktsetzungen der Anmeldungen. Die genannten Gebiete müssen deshalb nicht vollständig angeboten werden. Insgesamt wird voraussichtlich nur ein Kurs mit allen genannten Rechtsdisziplinen angeboten, so dass nicht alle individuellen Vorstellungen berücksichtigt werden können.
Ziel des Kurses ist die vertiefte Einführung in die juristische Fachterminologie. Es handelt sich nicht um ein Fachprogramm, sondern um ein von Juristinnen und Juristen für fachkundige Interessentinnen und Interessenten konzipierte, schwerpunktmäßig begrifflich-sprachliche Einführung. Es soll ein Grundvokabular vermittelt werden, mit dessen Hilfe der juristisch bereits geschulte Teilnehmer die schriftliche und mündliche Verständigung in der deutschen juristischen Fachwelt suchen und finden kann.
Angestrebt wird eine möglichst aktive Beteiligung der Teilnehmer an dem Kurs, etwa in Gestalt von moot courts. Arbeitsgrundlage bilden eigenständige Einführungstexte (Schwerpunkt aktuelle oder auch klassische Fälle aus hohen Gerichten und Terminologie) sowie leichtere Originaltexte, über die in deutscher Sprache diskutiert werden soll.
Besuche in Gerichtsverhandlungen sollen auch einen Einblick in die juristische Praxis geben.
Am Ende des Kurses erhalten alle Teilnehmer ein Teilnahmezertifikat.

Course leader

Prof. Dr. h.c. Ronald Mönch

Target group

- Studierende der Rechtswissenschaften in höheren Semestern, die mit dem Schwerpunkt Rechtsvergleichung (deutsches Recht) einen Teil ihres Examens und/oder ihres späteren Berufsweges vorbereiten wollen
- Doktoranden der Rechtswissenschaften
- Rechtsanwälte, Richter, Staatsanwälte, Verwaltungsbeamte
- An diesen Kursen nehmen seit jeher mit großem Erfolg Fachdolmetscher und Fachübersetzer, u.a. auch aus Internationalen Dienststellen teil.
Teilnahmevoraussetzung sind sehr gute deutsche Sprachkenntnisse.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Frühzeitige Anmeldung wird dringend empfohlen. Mindestalter 18 Jahre.

Course aim

Europa wächst zusammen; die Welt wird zunehmend als ein vernetztes "globales" System wahrgenommen, erlebt und gestaltet.
Anders, als viele Experten noch vor wenigen Jahren prognostiziert hatten, bedeutet diese europäische und globale Entwicklung indessen nicht das Ende der nationalen Kulturen. Vielmehr findet die Vernetzung durch europäisch und global orientierte Wirtschafts- und Verwaltungsstrukturen statt, die in dem jeweils relevanten Sprach-, Kultur- und Wirtschaftsraum in der Sprache und in den örtlichen Strukturen agieren.

Für die Rechtspraxis bedeutet dies, dass, anders als teilweise prognostiziert, die durchweg national geprägten Rechtskulturen überleben, und dass eine europäische Rechtsangleichung in weiten Bereichen des praktischen Wirtschaftens, des praktischen Verwaltens nur einen Teil des "juristischen Alltagslebens" prägt.
Diese "Renaissance" der nationalen Rechtskulturen bedeutet, dass sowohl unter berufspraktischen, vor allem aber auch unter rechtswissenschaftlichen Gesichtspunkten die jeweiligen nationalen Rechtskulturen eine dauerhafte Bedeutung in doppelter Hinsicht behalten:

- Zum einen für globales Handeln vor Ort, d.h. zum Beispiel für britische, skandinavische, asiatische, amerikanische Manager, die in Deutschland in "ihren" Unternehmen tätig sind. Bekannt sind etwa die praktischen Probleme, die sich aus der Entwicklung des Arbeitsrechts im weitesten Sinne für "globale" ausländische Unternehmensleitungen in Deutschland ergeben. Diese Feststellung ist selbstverständlich wertfrei und beinhaltet nicht die Feststellung, dass dieses Rechtssystem deutscher Prägung "besser" als andere sei. Es ist aber "anders" als andere und muss beherrscht werden, wenn mit Erfolg in Deutschland gearbeitet und unternehmerisch geführt werden soll.
- Zum anderen für rechtswissenschaftliches, vor allem komparatives Arbeiten. Hier wird es sowohl in der juristischen Ausbildung wie auch in der postgradualen rechtswissenschaftlichen Arbeit zunehmend notwendiger oder zumindest sinnvoll werden, "lese- und verstehensfähig" zu werden.

Credits info

6 ECTS
oder 4 US credit hours

Fee info

EUR 800: Für den Kurs vom 3.7. - 28.7.
EUR 800: Für den Kurs vom 1.8. - 25.8.